Tarotkarten – Der Tod
09.07.2010 | Kategorie: Allgemein, Kartenleger-NewsDer Tod reitet auf diesem Bild auf einem weißen Pferd. Alls umstehenden Personen verneigen sich vor dem Reiter, der keine Waffen trägt und das Visier geöffnet hat, auch hohe Würdenträger, Könige. Aber diese Menschen sehen aus als würden sie ihn erwarten, niemand scheint überrascht oder läuft davon.
Das Bild strahlt Ruhe aus, es zeigt keinen Todesfall an. Es zeigt eher einen Übergang an. Etwas altes stirbt, das kann ein Zustand sein, eine Beziehung, der Arbeitsplatz, die Wohnung. Es bedeutet eine Zeit des Abschieds, den man auch akzeptieren sollte, weil das den Lauf des Lebens ausmacht. Es hätte auch keinen großen Sinn sich dagegen zu wehren, es würde nicht daran ändern.
Es wäre bestimmt besser, die Dinge so zu nehmen wie sie sind. Vielmehr sollte man sich Gedanken mach etwas neues anzufangen. Den auf die Nacht folgt der Tag, auf Dunkelheit folgt das Licht. Alles im Leben besteht aus Lehren, die wir uns aneignen sollen. Nur dadurch gibt es Veränderung, denn nichts bleibt wie es ist.
Wir werden uns von etwas lösen, vielleicht sind es alte Abhängigkeiten. Das verursacht auch Schmerzen, den das macht den Tod aus. Denn erst im gehen lassen von alten Dingen liegt ein neuer Anfang.
Wir können die Veränderungen in unserem Leben tagtäglich miterleben. Das alte Kinderzimmer bei den Eltern zu Hause, wer möchte darin noch schlafen. Kinderbücher, die uns das Lesen beigebracht haben, sind längst beiseite gelegt. Man trennt sich laufend von irgendwelchen Dingen, die vielleicht auf dem Müll landen, einfach weil man diese nicht mehr braucht. Man hat sich verändert man hat losgelassen.
Es geht aber bei dieser Karte auch eher um tiefgründige Veränderungen. Wenn jemand zu sehr in der Vergangenheit lebt, vertut er seine Chance auf Veränderung. Es hat keine Sinn an längst vergangenen Gefühlen festzuhalten, an das Geld was mal auf der Bank war, jetzt aber nicht mehr existiert.
Man sollte keine Angst vor Veränderungen haben. Wer nicht loslassen kann, hat die Hände nicht frei zum schwimmen und nach dem Neuen zu greifen, er geht unter. Diese Karte weist uns auf einen ganz natürlichen Prozess hin, sie hat überhaupt keine negative Bedeutung.
